Innovationen sind in der Diabetesbehandlung seit jeher der Schlüssel, um das Leben der betroffenen Menschen zu erleichtern und den Therapieerfolg zu verbessern. Die vielfältigen Herausforderungen im Praxisalltag der Ärztinnen und Ärzte zeigen einen akuten Bedarf nach Weiterentwicklung und Optimierung der Insulintherapie. Oft können mehrere Jahre verstreichen, bis eine notwendige Initiierung der Insulintherapie bei glykämisch unzureichend eingestellten Menschen mit Typ 2 Diabetes erfolgt.1 Diese erste Hürde für einen erfolgreichen Start in die Insulintherapie ist eng verknüpft mit dem gesamten, oft komplexen Behandlungsablauf, der zu einer mangelnden Adhärenz führen kann. Sprechen wir darüber, wie wir das Basalinsulin neu erfinden und die Insulintherapie vereinfachen können.

Für einen einfacheren Einstieg in die Insulintherapie und einen erfolgreichen Therapieverlauf lohnt es sich, einen Blick auf typische, im Behandlungsverlauf aufkommende Fragen zu werfen:

 

 

Therapieinitiierung:

Welche Barrieren stehen einem zeitgerechten Einstieg in die Insulintherapie im Weg?

 

Injektionsfrequenz:

Wie schätzen Ärztinnen und Ärzte und Patient:innen das Behandlungsschema mit täglichen Injektionen ein?

 

Glykämische Kontrolle:

Wie können wir das Therapieziel, den Blutzucker möglichst stabil in den Normbereich zu bringen, einfacher erreichen?

 

Therapieadhärenz:

Welche Auswirkungen könnten Verbesserungen in den oben genannten Punkten auf die Adhärenz und den Therapieerfolg haben?

Für einen einfacheren Einstieg in die Insulintherapie und einen erfolgreichen Therapieverlauf lohnt es sich, einen Blick auf typische, im Behandlungsverlauf aufkommende Fragen zu werfen:

 

 

Therapieinitiierung:

Welche Barrieren stehen einem zeitgerechten Einstieg in die Insulintherapie im Weg?

 

Injektionsfrequenz:

Wie schätzen Ärztinnen und Ärzte und Patient:innen das Behandlungsschema mit täglichen Injektionen ein?

 

Glykämische Kontrolle:

Wie können wir das Therapieziel, den Blutzucker möglichst stabil in den Normbereich zu bringen, einfacher erreichen?

 

Therapieadhärenz:

Welche Auswirkungen könnten Verbesserungen in den oben genannten Punkten auf die Adhärenz und den Therapieerfolg haben?

Der Beginn einer Behandlung mit Insulin wird von Menschen mit Typ 2 Diabetes häufig als Indikator für den Schweregrad ihrer Erkrankung und die Unfähigkeit, die Krankheit selbst zu bewältigen, angesehen.2

 

Aus Patient:innensicht bestehen zudem häufig Bedenken und Ängste gegenüber einer Insulintherapie3, die es zu überwinden gilt, wie z. B.:

Die Patient:innen von der Notwendigkeit einer Insulintherapie zu überzeugen, kann deshalb für den Arzt oder die Ärztin viel Zeitaufwand bedeuten – eine knappe Ressource im Praxisalltag.4

 

Andererseits aber unterstützt ein zeitgerechter Einstieg in die Insulintherapie dabei, möglichen Komplikationen entgegenzuwirken. Es konnte gezeigt werden, dass bereits eine einjährige Verzögerung einer notwendigen Therapieintensivierung bei Menschen mit Typ 2 Diabetes das Risiko für makrovaskuläre Komplikationen bedeutsam erhöhte (Myokardinfarkt: 67 %; Herzinsuffizienz: 64 %; Schlaganfall: 51 %).5 Und eine Verminderung des HbA1c-Werts um 1 % ist mit einer Risikoreduktion von 37 % für mikrovaskuläre Komplikationen (Retinopathie, Neuropathie, Nephropathie) assoziiert.6

 

Sprechen wir darüber, wie wir das Basalinsulin neu erfinden und den Einstieg in die Insulintherapie erleichtern können.

Die Patient:innen von der Notwendigkeit einer Insulintherapie zu überzeugen, kann deshalb für den Arzt oder die Ärztin viel Zeitaufwand bedeuten – eine knappe Ressource im Praxisalltag.4

 

Andererseits aber unterstützt ein zeitgerechter Einstieg in die Insulintherapie dabei, möglichen Komplikationen entgegenzuwirken. Es konnte gezeigt werden, dass bereits eine einjährige Verzögerung einer notwendigen Therapieintensivierung bei Menschen mit Typ 2 Diabetes das Risiko für makrovaskuläre Komplikationen bedeutsam erhöhte (Myokardinfarkt: 67 %; Herzinsuffizienz: 64 %; Schlaganfall: 51 %).5 Und eine Verminderung des HbA1c-Werts um 1 % ist mit einer Risikoreduktion von 37 % für mikrovaskuläre Komplikationen (Retinopathie, Neuropathie, Nephropathie) assoziiert.6

 

Sprechen wir darüber, wie wir das Basalinsulin neu erfinden und den Einstieg in die Insulintherapie erleichtern können.

Eine hohe Therapietreue geht mit besseren Behandlungsergebnissen für die Patient:innen einher.7

 

Allerdings geben 72,5 % der Ärztinnen und Ärzte an, dass sich einige ihrer Patient:innen nicht immer an den Behandlungsplan halten.2 Auch die Angaben der Patient:innen sind ernüchternd: 33,2 % von ihnen halten sich an durchschnittlich 3,3 Tagen pro Monat nicht an den Injektionsplan.2

Eine hohe Therapietreue geht mit besseren Behandlungsergebnissen für die Patient:innen einher.7

 

Allerdings geben 72,5 % der Ärztinnen und Ärzte an, dass sich einige ihrer Patient:innen nicht immer an den Behandlungsplan halten.2 Auch die Angaben der Patient:innen sind ernüchternd: 33,2 % von ihnen halten sich an durchschnittlich 3,3 Tagen pro Monat nicht an den Injektionsplan.2

Welcher dieser oben erwähnten Herausforderungen stehen Sie in Ihrem Praxisalltag am häufigsten gegenüber?
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1.

Khunti K, Wolden ML, Thorsted BL et al. Clinical inertia in people with type 2 diabetes: a retrospective cohort study of more than 80,000 people. Diabetes Care. 2013; 36(11):3411- 3417.

2.

Peyrot M, Barnett AH, Meneghini LF et al. Insulin adherence behaviours and barriers in the multinational Global Attitudes of Patients and Physicians in Insulin Therapy study. Diabet Med. 2012;29(5):682-689.

3.

Landgraf R, Aberle J. Hundert Jahre – Insulin bleibt aktuell und notwendig. Diabetologie und Stoffwechsel 2021;16(02):149-161.

4.

Aberle J. "Unmet needs" in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2: Wie können Barrieren gegen die Insulintherapie überwunden werden? MMW-Fortschritte der Medizin 2023; 165 (S4): 3–11

5.

Paul SK, Klein K, Thorsted BL et al. Delay in treatment intensification increases the risks of cardiovascular events in patients with type 2 diabetes. Cardiovasc Diabetol. 2015;14:100.

6.

Stratton IM, Adler AI, Neil HA et al. Association of glycaemia with macrovascular and microvascular complications of type 2 diabetes (UKPDS 35): prospective observational study. BMJ. 2000;321(7258):405-412.

7.

Cani CG, Lopes Lda S, Queiroz M et al. Improvement in medication adherence and self-management of diabetes with a clinical pharmacy program: a randomized controlled trial in patients with type 2 diabetes undergoing insulin therapy at a teaching hospital. Clinics (Sao Paulo). 2015;70(2):102-106.

8.

Donnelly LA, Morris AD, Evans JM; DARTS/MEMO collaboration. Adherence to insulin and its association with glycaemic control in patients with type 2 diabetes. QJM. 2007;100(6):345-350.

9.

Khunti S, Khunti K, Seidu S. Therapeutic inertia in type 2 diabetes: prevalence, causes, consequences and methods to overcome inertia. Ther Adv Endocrinol Metab. 2019;10:1-11.

10.

https://www.nobelprize.org/prizes/themes/august-krogh-and-the-nobel-prize-to-banting-and-macleod/ (retrieved 08 March 2024)

11.

Sims EK, Carr ALJ, Oram RA et al. 100 years of insulin: celebrating the past, present and future of diabetes therapy. Nat Med. 2021;27(7):1154-1164.

12

Kurtzhals P, Nishimura E, Haahr H et al. Commemorating insulin´s centennial: engineering insulin pharmacology towards physiology. Trends in Pharmacological Sciences, August 2021; 42(8):620-639